Hintergrundinformationen zu Qi Gong und Balboa

Geschichte und religiöse Hintergründe des Shaolin Qi Gong

 

...werden immer wieder in den Unterricht mit einfließen um die Ideenwelt hinter der Übungspraxis verständlich zu machen. Sie stehen in meinem sehr pragmatischen Zugang ansonsten hinten an.
Qi ist für mich eine Mischung aus Atemluft und Ernährung, alle weiteren Bestandteile sind jedes einzelnen Interpretation überlassen.
Gong ist die Kraft, die ich daraus schöpfen kann und diese kann ich maximieren durch achtsame Lebensweise, gesunde Ernährung, ruhige und tiefe Atmung sowie regelmäßigem Training des muskulären Zusammenspiels, das meine Bewegungen geschmeidig macht und letztlich mein ganzes Sein bejahend beeinflusst.
Als sehr alte Basis verschiedener moderner Methoden der Körperarbeit, zielt das
Yi Jin Jing - Qi Gong der Shaolin-Mönche auf Gesunderhaltung des Menschen als Gesamten ab. Gerade deshalb lege ich in meinen Unterrichtseinheiten besonderen Wert auf kleine Gruppen (max. 12 Personen) und persönliche Betreuung aller am Training Teilnehmenden.

 

Westlich interpretiert bestehen meine Einheiten aus:
1) Mobilisierung der Gelenke („Energietore öffnen“)
2) Kräftigung und Dehnung („Ba Jins“)
und
3) Training des muskulären Zusammenspiels durch Konzentration auf Atmung und Bewegung (die 12 Übungen des Yi Jin Jing - Qi Gong)
Aufbau, Form und Wirkung des Trainings entsprechen allen von Großmeister Shi Yan Liang vermittelten Inhalten.


- Und trotz meiner europäisierten Sichtweise geb ichs schmunzelnd zu:

 

Qi fließt.



 

Die Geschichte des Balboa

 

Balboa entstand Anfang der 1920er Jahre,

kam in den U.S.A. aber erst in den

1930er- und 1940er-Jahren so richtig in Mode.

 

Der Legende nach wurde Balboa erstmals in einem der berühmten riesigen Tanzsääle Kaliforniens, auf der Halbinsel Balboa in Newport-Beach, getanzt – wie in vielen Tanzstätten der damaligen Zeit war es auch dort verboten, Lindy Hop zu tanzen: die Lindy Hopper waren den anderen Tanzenden schlicht zu wild, die Bewegungen zu groß. So tanzten die Swing-Fans ihren 8-Count Schritt notgedrungen ganz klein, fast am Platz.
Der ursprüngliche Balboa wurde ausschließlich in geschlossener, sehr enger Körperhaltung getanzt (das wird heute als Pure Balboa, oder einfach Balboa/ Bal bezeichnet und unterrichtet).

Irgendwann begannen aber die temperamentvollen Lindy-Hopper, die geschlossene Haltung zwischendurch zu lösen und Drehungen einzubauen: der Bal-Swing war geboren.

Heute wird international hauptsächlich Bal-Swing unterrichtet.

Bal-Swing wird zunehmend von Lindy-Hoppern erlernt – er stellt eine wundervolle Abwechslung zum groß getanzten Lindy dar und ermöglicht auch AnfängerInnen, zu sehr schneller Musik zu tanzen. So ist es nicht ungewöhnlich, Balboa zu einem Tempo von 60-70 TPM zu tanzen – ein Tempo, das auch fortgeschrittene Lindy-Hopper schnell aus dem Konzept bringen kann!

 

Die Tänzer/-innen stehen in sehr enger Haltung, geführt wird mit beinahe dem ganzen Körper mittels feiner Verlagerung des Körperschwerpunktes. Besonders reizvoll ist die Entstehung von Moves durch Körperdynamik und Schwung! In Führung und Beinarbeit gibt es auch Parallelen zur Milonga, einer schnellen Form des Argentinischen Tangos!

  

Seit etwa 10 Jahren erlebt der Balboa weltweit einen echten Boom, waren es zuvor nur vereinzelte Schnupperstunden, die im Rahmen internationaler Workshops angeboten wurden, gibt es heute bereits zahlreiche reine Balboa-Veranstaltungen.

 

Für nähere Informationen siehe die sehr empfehlenswerte deutschsprachige Wikipedia-Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Balboa_(Tanz)

 

Kopiert hab ich diese kleine, feine Beschreibung dankenswerter Weise von Werner Chromecek, www.tanzdenswing.com